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Was ist HDF (Hämofiltration)?

Der 62-jährige Herr Wang, der seit fünf Jahren eine Erhaltungs-Hämodialyse erhält, litt seit sechs Monaten unter starkem, generalisiertem Juckreiz (nachts besonders ausgeprägt) und gelegentlichen dumpfen Knieschmerzen. Seine Symptome besserten sich durch die regelmäßige Dialyse kaum, und eine Nachuntersuchung ergab einen erhöhten Parathormonspiegel. Anfangs zögerte er angesichts des komplizierten Verfahrens der von den Ärzten empfohlenen Hämodiafiltration (HDF), willigte aber schließlich ein, sie zu versuchen. Nach einigen Sitzungen ließ der Juckreiz nach, er schlief gut, dialysebedingter Schwindel und Muskelkrämpfe nahmen deutlich ab, und sein psychischer Zustand verbesserte sich. Nun empfiehlt er die Behandlung anderen Dialysepatienten: „Diese verbesserte Form der Dialyse macht wirklich einen Unterschied!“
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01 Was ist HDF?(Hämofiltration)?
Einfach ausgedrückt:HDF ist eine Kombination aus Hämodialyse (HD) und Hämofiltration.Es behält die Kernfunktion der Hämodialyse bei der Entfernung kleiner Moleküle (z. B. Harnstoff, Kreatinin) bei und ergänzt diese um einen Filtrationsprozess. Wie eine gesunde Niere nutzt es einen Druckgradienten, um auch mittelgroße und große Toxine (z. B. β2-Mikroglobulin, Parathormon) zu entfernen.
02 Kernvorteile von HDF im Vergleich zutraditionellDialyse
Bei Langzeitdialysepatienten ist die Ansammlung von mittel- und großmolekularen Toxinen die Hauptursache für Hautjucken, Knochenschmerzen und Herz-Kreislauf-Probleme. Der zentrale Vorteil der Hämodiafiltration (HDF) zielt genau auf dieses Problem ab:
(1) Umfassende Giftstoffentfernung
Entfernt niedermolekulare Toxine (Harnstoff, Kreatinin) und schwer eliminierbare mittelgroße/große Moleküle (β2-Mikroglobulin, PTH) und reduziert so Komplikationen wie renale Osteopathie und Hautjucken.
(2) Angenehmeres Behandlungserlebnis
Die Zufuhr von Ersatzflüssigkeit stabilisiert den Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt und senkt das Risiko von Hypotonie, Schwindel, Muskelkrämpfen und Müdigkeit nach der Dialyse.
(3) Bedeutende langfristige Vorteile
Regelmäßige HDF verbessert die Ernährung, die Schlafqualität und die Herz-Kreislauf-Gesundheit und steigert so die allgemeine Lebensqualität von Langzeitdialysepatienten.
03 Für welche Nierenpatienten eignet sich die HDF-Therapie?
  • Patienten, bei denen offensichtliche dialysebedingte Komplikationen aufgetreten sind, wie z. B. wiederkehrender Hautjucken, Knochenschmerzen oder Gelenkbeschwerden.
  • Patienten mit anhaltend erhöhten Parathormon-(PTH)-Werten, die mit konventioneller Hämodialyse nur schwer zu kontrollieren sind.
  • Patienten, die während der Dialyse häufig Beschwerden wie niedrigen Blutdruck oder Muskelkrämpfe verspüren.

  • Patienten, die hoffen, die Behandlung weiter zu verbessern und das Risiko von Langzeitkomplikationen zu verringern.
Die Eignung für eine HDF-Therapie muss von einem Facharzt anhand des individuellen Zustands des Patienten und der Ergebnisse von Laboruntersuchungen umfassend beurteilt werden. Eine Entscheidung in Eigenregie ist nicht ratsam.

04 Was sollten Patienten bei einer HDF-Behandlung beachten?

(1) Keine zusätzliche Vorbereitung erforderlichDer Behandlungsablauf und die Punktionsmethode der Hämodiafiltration (HDF) sind im Wesentlichen dieselben wie bei der konventionellen Hämodialyse. Patienten müssen keine zusätzlichen Arbeitsschritte erlernen und auch die Dialysefrequenz (in der Regel weiterhin 3-mal wöchentlich) nicht ändern.
(2) Achten Sie auf die Antikoagulation und die Ersatzflüssigkeit.
Zur Vorbeugung von Blutgerinnseln werden während der Behandlung Antikoagulanzien (z. B. niedermolekulares Heparin) eingesetzt. Patienten mit Blutungsneigung müssen ihren Arzt im Voraus informieren.Die Ersatzflüssigkeit ist steril und wird vom Krankenhaus einheitlich zubereitet, sodass ihre Sicherheit vollständig gewährleistet ist.

Veröffentlichungsdatum: 15. Januar 2026